Abschlussprojekt der Elektroniker
Im Lernfeld 12 der Elektroniker (Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik) führte die Klasse EEG4 im Herbst 2008 ein Projekt durch. Das Thema des Projekts war es, eine Blitzschutzanlage auf dem „Haus der Stille“ zu planen und zu installieren:
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Bildergalerie des Projekts |
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Zum Ablauf des Projekts:
Zu Anfang haben wir begonnen uns in verschiedene Gruppen einzuteilen, damit eine Firmenstruktur entsteht. Denn das Projekt sollte so praxisnah wie möglich durchgeführt werden. Danach haben wir uns Gedanken über einen Namen für die Firma gemacht, wobei wir uns auf „Team Blitzschutz“ geeinigt haben. Im Anschluss haben wir zusammen auch noch einen Briefkopf für die Geschäftsbriefe entworfen, denn auch der Schriftverkehr sollte wie in der Realität stattfinden.
Die Geschäftsführung bestand aus den Fachlehrern Norbert Kaufmann und Jörg Therkorn die gleichzeitig aber auch ihre eigentliche Aufgabe als Lehrer nicht vernachlässigen durften.
Dann gab es unsere zwei Projektleiter, welche die Ansprechpartner für alle anfallenden Dinge waren und die endgültigen Entscheidungen trafen und die Hauptverantwortung von dem Projekt trugen.
Außerdem gab es die Managementgruppe. Diese war zuständig für die Erstellung eines Zeitplanes, welcher ständig aktualisiert werden musste. Zudem musste sie dafür sorgen, dass die anderen Gruppen den Zeitplan einhielten, sodass wir den Endtermin einhalten konnten. Weiter war es die Aufgabe des Managements, die anderen Gruppen zu koordinieren und die Arbeitsschritte einzuteilen. Und es war die Aufgabe des Managements, bei der Installation, die Sicherheitsmaßnahmen zu überwachen.
Planungsgruppe: Die Planungsgruppe hat sich Pläne vom Gebäude besorgt und diverse Zeichnungen für die Installation des Inneren- und Äußeren Blitzschutzes erstellt. Außerdem haben sie die notwendigen Berechnungen durchgeführt und eine Materialliste erstellt. Nach dieser Liste wurde dann das Material bestellt.
Finanzierungsgruppe: Die Finanzierungsgruppe hat anhand der Materialliste ein Angebot erstellt und später die Rechnung, sowie den Kontakt mit Firma Studtmann (dem Sponsor und Materiallieferant) zu halten.
Ausführungsgruppe: Die Ausführungsgruppe hat, wie der Name schon sagt, die Pläne vom Papier in die Tat umgesetzt. Es war also die Gruppe, welche die Fangeinrichtungen auf dem Dach montiert, einen Graben für das Bandeisen geschaufelt, sowie später den inneren Schutz eingebaut hat.
Dokumentationsgruppe: Diese Gruppe hat unsere Arbeit schriftlich wie auch bildlich dokumentiert. Außerdem war sie für die Zwischenpräsentationen, für die Geschäftsleitung von „Team Blitzschutz“, zuständig. Die Dokumentationsgruppe war außerdem dafür verantwortlich, dass verschiedene Anträge an die Geschäftsleitung gestellt, sowie Einladungen für die Endpräsentation versendet wurden.
Als erstes wurde ein 60cm tiefer Graben rund um das Gebäude ausgehoben für das Bandeisen. Wir haben dafür ca. 60m verzinkten Bandstahl verbaut. An diesem Bandstahl haben wir jeweils an den Gebäudeecken eine Erdeinführung festgeschraubt und mit einer speziellen Korrosionsschutzbinde umwickelt. Dann konnte der Graben wieder geschlossen werden und wir haben die Fangeinrichtung auf dem Dach angebracht. Dafür hatten wir einen Aluminiumdraht, welcher noch tordiert (gedreht) werden musste. Das dient dazu dass der Draht stabiler wird. Nach dem Tordieren wurde die Fangeinrichtung auf dem Dach mit Firstschellen befestigt. Von der Fangeinrichtung auf dem Dachfirst gehen dann vier Ableitungen in die Erde welche mit Dachpfannenschellen und Wandhaltern befestigt wurden. Im Anschluss daran haben wir eine Messung der Erdungsanlage durchgeführt und mussten feststellen, dass der gemessene Wert nicht in Ordnung war. Also mussten wir uns Gedanken machen wie wir einen besseren Wert bekommen. Wir sind zudem Entschluss gekommen zwei Tiefenerder von jeweils 12m Länge diagonal zueinander zu schlagen. Die zwei Erder mussten dann noch am Bandeisen befestigt werden. Also hieß es das Bandeisen wieder frei legen und dann den Klemmpunkt mit der Korrosionsbinde umwickeln. Als die Arbeit des äußeren Schutzes abgeschlossen war, konnten wir uns um den inneren Schutz kümmern. Dazu mussten wir als erstes Spannung freischalten und überprüfen ob wirklich keine Spannung mehr an der Verteilung anliegt. Als das erledigt war konnten wir einen Überspannungsableiter der Firma Phoenix Contact installieren. Und damit alles richtig funktioniert, brauchten wir im „Haus der Stille“ noch eine eigene Potenzialausgleichschiene. Den Überspannungsableiter haben wir dann vor dem FI installiert und die 3 Außenleiter und den Neutralleiter angeschlossen, sowie den PE von der Schutzleiterschiene in der Verteilung und einen Leiter von der Potenzialausgleichschiene. Zum Schluss mussten wir natürlich den Strom wieder einschalten und unser Projekt „Blitzschutz“ geht dem Ende zu. Nur noch die Endpräsentation vorbereiten und sämtliche Berichte ausfüllen.