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Andalusien - Europas Rettung vor der Wüste

 

Die Stiftung

Die Stiftung Fundation Monte Mediterranen ist eine anerkannte private Kulturstiftung. Ihre Stiftungsphilosophie wurde 1994 mit dem Kauf der nahezu 700 Hektar großen Dehesa San Francisco umgesetzt, die sich als Hauptziel der Erhaltung der Biodiversität auf ökologischer Basis angenommen hat. Dieses Ziel wird vor allem durch die Achtung auf Naturschutz, Wirtschaftlichkeit, Schaffung von Arbeitsplätzen und Produktion von gesunden und wertvollen Nahrungsmitteln erreicht. Dabei wird der ökologische Aspekt dafür genutzt, um beispielhaft zu zeigen, dass die wirtschaftliche Nutzung von Naturressourcen und der Naturschutz mit einander vereinbar sind.

 

Ackerbau

Auf der Dehesa wird teilweise Ackerbau betrieben, dies dient dazu, die Futterknappheit in der vegetationsarmen und trockenen Sommerperiode zu überbrücken. Zum Einsatz kommen dabei neben Hafer und Lupinen auch Ackerbohnen. Der Verzicht auf Pflanzenschutz- und Düngemittel wird dabei sehr groß geschrieben und führt zu einer einzigartigen Artenvielfalt, die es in unser heimischen konventionellen Landwirtschaft leider nicht mehr gibt.

 

Erosionschutz/ Waldbrand

 Azinheira: a fronteira que nos separa do deserto“ Dieses Zitat, Die Steineiche: welche uns von der Wüste trennt; von Fernanda dos Santos Amaro, bildet den Grundstein einer der Hauptzweige der Dehesa. Die immense Gefahr der Erosion und Desertifikation (Wüstenbildung) ist leider immer noch nicht in weiten Teilen Europas bei der Bevölkerung angekommen. Die zunehmende Gefahr spiegelt sich allerdings in vielen Teilen der Dehesa San Francisco wider und so wurden zur Verhinderung viele Maßnahmen und Projekte geschaffen und errichtet. Viele dieser Projekte sind auch nur aus dem Grund möglich, da es immer wieder Praktikanten Gruppen gibt, die mit ihrer Arbeit dazu beitragen jene sehr handarbeitslastigen Arbeiten fortzuführen.

 

Tierhaltung

Die extensive Tierhaltung kommt besonders dem ökologischen Aspekt der Dehesa zugute und gewährleistet ausreichend Platz für sämtliche Tiere. Auf der Dehesa San Francisco leben hauptsächlich heimische Tierrassen. Neben den für diese Region sehr bekannten iberischen Schweinen werden Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde und Esel gehalten.

Die rot-braunen Retinto und die schwarz-weißen Berrindo Rinder leben rassengetrennt im Familienverbund mit den Bullen und bestimmen so ihre Zusammenkunft selbst. Ihre einzigartige Anpassung an das Klima spiegelt sich darin wider wie flexibel sie in den heißen trockenen Sommermonaten das Gras der savannenartigen Landschaft abgrasen und auch in den Wintermonaten in denen das Futterangebot reichhaltig ist im Freien leben.

Die Iberischen Schweine bilden neben den Bienen den größten Teil des Viehbestands. Die ca 300 Ibericos gelten dabei als Veredler der Eicheln die von den Stein- Kork- und Portugiesischen Eichen zwischen Oktober und Februar fallen gelassen werden.

Als Schutz vor einer Verbuschung der Hänge leben Merino Schafe im Verbund mit Ziegen auf der Dehesa.

 

Meine Arbeit

Der geregelte Arbeitstag auf der Dehesa beginnt um 8 Uhr und endet um 18:00. Die Mittagspause ist von 13:00 bis 15:00

Meine Arbeiten umfassten während des Praktikums dabei die Poda de Formacion, die Versorgung der Tiere, die Entbuschung einzelner Hangabschnitte und der Wiederaufbau einer Feldscheune.

 

Erfahrungen

In meinem 4-wöchigen Aufenthalt in Spanien habe ich viele Erfahrungen gesammelt. Eine, die ich als besonders drastisch ansehe, ist das Bewusstsein um den Schutz vor der Desertifikation. Dies ist mir durch die vielseitigen Aufgaben die es rund um den Erosionschutz gibt aufgefallen, sei es die „Poda de Formacion“ (Baumbeschnitt) oder das Entbuschen mit Freischneidern am Hang ist. Neben dieser Erfahrung sind mir noch besonders die Dehesa als ein führendes Beispiel im Punkt Biodiversität unter einem

ökologischen Aspekt aufgefallen. Ob es die viele Handarbeit oder der Einsatz einfacher Arbeitsmaschinen war, bei jeder Arbeit wurden wir sehr gut eingewiesen und haben es so sehr effektiv zu schnellen Ergebnissen gebracht.
 

An dieser Stelle ein besonderes Dankeschön an Hans Gehrt und Ernestine für diese wundervolle Zeit.

Georg Fedder

 

 

e-voss - 25.07.2017    -    Zurück zur Übersicht